Hier sollte eigentlich das Gemaelde von Carl Spitzweg:

Welche Literatur fesselt mich ?

Vor ca. 20 Jahren (mit ca. 10 Jahren) lernte ich einen (kleinen) Roman kennen, der für mich ein Tor zu einer absolut neuen Welt eröffnete: Das Buch Der Kleine Hobbit, geschrieben von J.R.R. Tolkien wurde zusammen mit dem Zyklus Der Herr der Ringe meine persönliche BIBEL.

J.R.R. Tolkien war der eine wichtige Autor, der meine Lesegewohnheiten, meinen Lesegeschmack nachhaltig prägen sollte. Ein anderer Autor war W. E. Hohlbein, der in seinem besten Zyklus, Der Hexer von Salem, eine Hommage an Lovecraft kreierte, und mich so erst auf diesen brachte. Ich wollte wissen, was denn dieser Mann, wenn er überhaupt etwas geschrieben hat; geschrieben hatte und war so sehr von den Geschichten begeistert, dass ich süchtig danach geworden bin.

Die Liebe zu den Lektüren (u.a. Der kleine Hobbit), allen voran der, des Fantasy - Großmeisters J.R.R. Tolkien, sowie Midgard von W.E. HOHLBEIN, verstärkte mein, damals schon großes, Interesse an alten Religionen, speziell der Magie:

Seit dieser Zeit wußte ich, daß für mich das wichtigste religiöse Element die Natur war und ist. Seit ich denken kann, war ich von alten Mythen und Kulturen fasziniert: Irgendwann merkte ich, daß dieses Buch (die Bibel) ein Sammelsurium andere, viel älterer Kulturen war. Ich fing an nachzuforschen, was es für ältere Religionen es vor dem Christentum, außer den Ägyptern, die ich schon sehr früh, Dank eines großartigen Buchs meiner Eltern kannte, gegeben hatte. Zum Glück bekam ich mit ca. 10 Jahren (?), wie alt ich damals wirklich war kann ich leider nicht mehr nachvollziehen, von meinen Eltern ein Buch über die Sagen des Abendlandes. Dieses Buch enthielt alte Sagen und Legenden der Griechen, der Römer, der Germanen, Kelten und Finnen, über die Rittersagen des Mittelalters und zuletzt der Artus-Runde! Ich verschlang dieses Buch bestimmt hundert Male. Es wurde "meine Bibel". Zwar handelten auch hier die meisten Geschichten vom "Kampf Gut gegen Böse", doch die beiden Gegner waren gleichwertig, gleichstark. Nicht wie bei den großen, verstaatlichten Monotheistischen Religionen: Judentum, Christentum und Islam, bei der der Böse ein verstoßener Diener des mächtigsten Gottes ist. Vor allem handelte dieses Buch von Männern und Frauen, die durch ihr rechtschaffenes Leben, die Möglichkeit erhielten, einen Platz an der Tafel der Götter einnehmen zu dürfen. Ein Element der Mythologie, die ich später bei den Fields of the Nephilim und ihrem Mythos wiederfinden sollte, und der mir den direkten Zugang zu ihnen ermöglichten sollte. Am meisten muß mich wohl die Tatsache fasziniert haben, daß es in allen Erzählungen, vor dem Christentum, von Göttern und Halbgöttern beiderlei Geschlechts nur so gewimmelt hat. Und vorallem, daß, rechtschaffene Menschen zu Halbgöttern erhoben werden konnten und wurden.

Seit frühester Jugend fesselten mich Märchen, Mythen und Legenden. Je älter und vager diese waren, desto neugieriger machten sie mich. Ich mußte dann einfach so viel wie möglich über ihre Hintergründe, über das Volk, von dem sie waren, erfahren.

Besonders stark zog mich damals schon Ägypten in sein Bann, über daß meine Eltern einen guten Bildband besaßen. Ägypten war ein Auslöser für meine Euphorie, meine Begeisterungen an alten, untergegangen und vergeßen Kulturen.

Wie viele meines Alters verschlang ich damals, als er mir im Alter von ca. 10 Jahren (?) geschenkt wurde das Buch, was mir endgültig das Tor zu einer neuen Welt öffnen sollte: Michael Endes "Unendliche Geschichte". Lange Jahre sollte es dauern, bis ich wirklich begriff, was der Spruch auf AURYN wirklich bedeutete: "TUE WAS DU WILLST".

Prägend war für mich die Welt einer englischen Autorin, was mir aber erst viele Jahre später bewußt wurde: Susan Cooper hatte mir mit ihren Romanen einen unendlich wichtigen Weg gezeigt. Die Welt die sie uns Lesern offenbarte war die Welt, an die ich meine literarische Seele, mein literarisches Herz verlieren sollte. Spätestens von da an fesselten mich nur noch die Bücher wirklich, die sich mit Mythologie beschäftigten, eine Mythologie aufgriffen und eine Geschichte darum woben. Darum liebe ich auch die Roman von meine absoluten Lieblingsautorin Anne Rice so sehr, weil sie genau daß in Perfektion beherrscht. So lernte ich durch meine literarische Vorliebe viele Mythen und Legenden vieler Völker kennen: Durch Susan Cooper das Keltentum, aber auch Anne Rice verwob ihre Erzählungen mit dem Keltentum. Eine besonders große Vorliebe hatte sie für das Alte ägypten, das alte Judentum, aber auch für die Babyloner, bzw. Sumerer. Die ich für mich, ausgelößt durch meine Vorliebe für die Fields of the Nephilim schon früher eingehend studiert hatte.

Das Schöne ist, daß je mehr ich lese, je mehr Mythen und Legenden ich kennenlerne, desto mehr Rückschlüsse kann ich auf mein bisheriges Wissen ziehen:"... Jeder Mensch trägt einen heiligen Mythos tief in sich, irgendeine alte Geschichte, die er vor langer Zeit hörte, und die für ihn eine heilige Wahrheit ist oder auch nur eine verführerische Schöhnheit enthält. So ging es mir mit diesem heiligen Berg. Also nutzte ich deine Fähigkeiten, um zum höchsten Gipfel der Welt zu reisen, nur um zu sehen, daß Meru nicht existiert, wie ich es mir dachte, sondern nur eine Vorstellung, eine Idee, ein Ideal ist."
ZURVAN zu AZRAEL, aus AZRAEL, Der Engel der Verdammten von Anne Rice



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