Die Königin der Verdammten

offizielles FilmposterGestern Abend war ich ja endlich in Königin der Verdammten. Und ich muß sagen, der Film war nicht schlecht. ABER leider eben nicht gut, eher befriedigend, wenn ich eine Note vergeben müßte.

Was aber daran lag, daß es keine wirkliche Verfilmung des Romans, wie noch bei "Interview mit einem Vampyre" war, oder z.B. "Die Gefährten" . Die ganze Zeit kam mir der Film eher wie ein langer Videoclip vor. Die Musique ist übrigens KLASSE gewesen, den Sountrack muß ich einfach haben. Du wirst die Musique auch lieben.

Der Film war herrlich farbenprächtig, rasant und intesiv.
Die Mitglieder der Band Band von Lestat, die Keyborderin sah wirklich gut aus, waren auch witzig dargestellt.
Es war ein guter Film, aber kein Film wie "Interview mit einem Vampyre" oder "Sleepy Hollow" wo ich so begeistert war, wie Du ja weißt.

Da Anne Rice mit am Filmdrehbuch gearbeitet hat, nehme ich an, daß ein Teil der Veräderungen in der Story von ihr auch gewollt waren, sie mittlerweile besser findet: z.B.: das Lestat - übrigens fand ich den Darsteller klasse - von Marius geschaffen wurde, und so viel jünger war, als in den Romanen/im ersten Film geschildert.
Auch von der verstorbenen Darstellerin von Ankascha war ich wirklich begeistert.
Einfach nurr göttlich schön verwirklicht war der Schrein der Götter (der Vampyre) Ankascha und Enkil auf der Mittelmeer- Insel.

Die Darstellerin von Jessica ist sehr schön, wirkt, wie sie spielt, sehr sinnlich. >Sie hat ein wunderschönes Gesicht =) und wirkte sehr sexy =) .
Zwar wurde auch hier, im Gegensatz zum Buch, wieder eine Änderung vorgenommen, so daß Jessi statt von dem alten Druiden - Vampyre Mael von Lestat zum Vampyre gemacht wurde, aber das war nicht so schlimm.

Die Szenen, wo Ankascha die jämmerlichen Vampyre tötet war einach herrlich. Witzig waren die vielen im Film vorkommenden Gothix =) .

Traurig war ich auch darüber, daß David Talbot der Talamasca einfach als Mann im mittleren Alter, statt als wirklich weiser und alter Mann dargestellt wurde. Als Mann der Jessica, zugegebenermaßen zu Recht, mit lüsternen Blick auszieht, Jessica sehr zu begehren scheint, obwohl er ja im Buch schwul ist.

Traurig und enttäscht war ich darüber, daß die alten Vampyre der ERSTEN BRUT einfach da waren, ohne jegliche Erklärung, wer sie waren. Sie waren einfach da =( . Auch war Mekare einfach da =( Statt mit einer dünnen Erdschicht bedeckt, und total verfilzten Haar, wa sie einfachc da. Die von mir so geliebten Mytologie schien einfach nicht zu existieren. Vorallem der von mirr so geliebte älteste Vampyre Khayman tauchte einfach, ohne jegliche Erklärung, ohne jee Namensnennung, auf. Ich erkannte ihn nur, weil ich die Bücher so oft verschlungen habe.

Das Ende des Films war zwar stellenweise, beim Tod Ankaschas faszinierend neu und phantastisch inszeniert, aber ich war traurig, wie die Szene umgesetzt worden ist: alle Vampyre nur Handlanger, Mitwirkende, statt die wirkliche Gefahr für Ankascha: Nicht nur, daß die von mir so vergötterte Legende der Zwillinge, die Geschichte von Khayman und Mael nicht auftauchte, geschweige denn die "Wahrheit" über Marius nicht mal ansatzweise erschien, machte mich traurig/enttäschte mich, sondern generell, daß viele Szenen nur verständlich waren, wenn man wirklich, wie ich zum Glück, Anne Rice Vampyre- Mythologie kennt.

In Wahrheit hätte Khayman, der Vampyre mit den dunklen langen schwarzen Haaren mit der weißen Strähne und dem dunkelen Taint so wie im Buch gezeigt werden müßen: der erste der Vampyre, von Ankascha nicht mehr verwundbar/verletztbar, sondern immun gegen Ankaschas Macht, ihr absolut ebenbürtig, Mekahare als absoluter Widerpart zu Ankascha, ebenso mächtig!!! Was für ein Jammer, das hätte so gut umgesetzt werden können. Und Mael, der aussah wie ein Zombie, war echt ein trauriger Anblick. Bei dem blonden Jüngling grübele ich imme noch, ob das jetzt Louis sein sollte, oder ein verfremdeter Armand.

Gut fand ich die Idee von Ankaschas letzten Blutstropfen, daß Mekahare zur Statue wurde. Das Ende von Ankascha, mit dieser "staubigen Wolke" fand ich phantastisch. ABER besser wäre gewesen, wenn diese Wolke blutig gewesen wäre, um endlich einen Bezug zur Legende herzutellen, mit dem machtollen Daimon : Amel. Das wurde ja nur ansatzweise, wie ein Blitzlich gezeigt, als Lestat beim Saugen von Ankaschas Blut ihre Geschichte erfuh, gezeigt. Und wieder konnten nur Fans von Anne Rices Werken diese Szenen verstehen.

Mein Gebet beim Abspann war: verfilmt bloß nicht "MEMNOCH DER TEUFEL": ich würde wahnsinnig werden, wenn dieses geniale Buch ebenfalls so blasphemisch zusammen geschnitten werden würde.

Aber trotzdem werde ich mir später, wenn es das gibt, das Video von Königin der Verdammten holen, und x-Mal ansehen, denn der Film ist trotz allem ein guter Film, aber eine nur schlechte Adaption eines Kult- Romans.


geschrieben von Stefan C. am 07.04. 2002



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